Hilfreiche Kräfte aus anderen Ebenen

Der Schütze-Neumond vom 4. Dezember 2021
 

Am Samstag, den 4. Dezember, ereignet sich um 8.43 Uhr mitteleuropäischer Zeit der nächste Neumond, und zwar im Zeichen Schütze. Mit Beginn dieses neuen Sonne/Mond-Zyklus geht gleichzeitig der bisherige Zyklus, der am 4. November mit dem Neumond im Skorpion-Zeichen startete, zu Ende. Im letzten Neumond-Newsletter wies ich auf die immens wichtige Bedeutung dieses Skorpion-Neumondes hin. Und zwar aufgrund seiner markanten Uranus-Signatur. Nun rund vier Wochen später stellen wir fest, dass Uranus seinem Ruf ganze Ehre erwiesen hat. Eine neue Virusvariante ist aufgetaucht und wirbelt vieles durcheinander. Auf diese Möglichkeit wies ich im letzten Newsletter hin: „Und wenn man sich in Erinnerung ruft, dass Uranus symbolisch für Mutationen steht, dann ist dies nicht wirklich eine beruhigende Nachricht. … Uranus hat mit Überraschungen, mit plötzlichen Wendungen und Veränderungen zu tun. Darauf müssen wir uns jetzt im Aussen einstellen.“

Also alles wieder zurück auf Start? Nach rund zwei Jahren Ausnahmezustand kann man sich irgendwie des Eindrucks nicht erwehren, sich im Kreise zu drehen. Über Omikron, so heisst die neue Virus-Variante, weiss man noch wenig, aber so wie es momentan aussieht, sind auch Geimpfte und Genesene vor ihr nicht gefeit. Endet diese Pandemie denn nie? Doch, aber wohl erst, wenn die Situation endemisch geworden ist. Dies ist erreicht, wenn in der Bevölkerung eine ausreichende Immunität vorhanden ist, die verhindert, dass das Virus exponentielle Wellen verursachen kann. Wann ist das erreicht? Das kann gegenwärtig keiner sagen.

Nun beginnt also ein neuer Sonne/Mond-Zyklus. Und wie beim turbulenten Skorpion-Neumond steht uns dabei wieder ein kosmisches Grossereignis bevor. So handelt es sich beim kommenden Schütze-Neumond zugleich um eine Sonnenfinsternis. Und zwar um eine totale, die zwar in unseren Breiten nicht sichtbar ist, was aber nicht bedeutet, dass wir ihre Wirkung nicht spüren. (Die totale Sonnenfinsternis ereignet sich in der Antarktis.) War der Skorpion-Neumond vor allem durch den stark gestellten Uranus geprägt, ist es nun Lilith, der Schwarze Mond, die neben der verdunkelten Sonne die entscheidende Signatur für diesen Neumond darstellt. Und wie bei Uranus haben wir es bei Lilith mit einem wenig berechenbaren Faktor zu tun: Schillernd, ermächtigend, hilfreich auf der einen Seite. Dunkel, unheimlich und voller Fallstricke auf der anderen. Was dies nun für uns für die kommenden vier Wochen bedeutet und welche Themen dieser neue Sonne/Mond-Zyklus des Weiteren mit sich bringt, erläutere ich im Folgenden. Doch bevor wir in das Thema näher einsteigen, lassen Sie uns zunächst einen Blick auf die Konstellationen des Neumondhoroskops im Einzelnen werfen.

 

Die Konstellationen des Neumondes

Der kommende Neumond ereignet sich auf 12 Grad Schütze. Dabei stehen Sonne und Mond in Konjunktion mit Merkur, der sich auf 15 Grad Schütze befindet, sowie in Opposition zu Lilith auf 15 Grad Zwillinge. Lilith bildet darüber hinaus ein Quadrat zu Neptun auf 20 Grad Fische. Für unsere Breiten steht dabei Neptun im dritten Haus im Quadrat zur Aszendent/Deszendent-Achse. Des Weiteren macht er ein harmonisches Trigon zu Mars auf 24 Grad Skorpion. Mars seinerseits bildet ein Quadrat zu Jupiter auf 26 Grad Wassermann sowie ein Sextil zur Venus/Pluto-Konjunktion Ende Steinbock. Zwischen Jupiter und Pluto konstelliert sich zudem ein Halbsextil. Saturn und Uranus laufen auf ihr drittes Quadrat zu, das an Weihnachten (24. Dezember) genau wird. Uranus, der sich momentan auf 12 Grad Stier befindet, ist über einen Quinkunx-Aspekt und Saturn über ein harmonisches Sextil ebenfalls mit der Neumondkonstellation verbunden. Darüber hinaus bildet Saturn, der sich zurzeit auf 9 Grad Wassermann bewegt, ein Sextil zu Chiron auf 9 Grad Widder. Auch Chiron weist eine harmonische Verbindung in Form eines Trigons zu Sonne und Mond auf. 
 

Um Weihnachten herum verdichten sich die Ereignisse

Der Schütze liebt, ähnlich wie der Wassermann, die Freiheit. Findet eine Finsternis im Schütze-Zeichen statt, muss damit gerechnet werden, dass diese in irgendeiner Weise behindert oder eingeschränkt wird. Schütze strebt gerne nach fernen Horizonten, daher stehen Reisen unter seiner Herrschaft. Pünktlich zur Sonnenfinsternis gestaltet sich das Reisen plötzlich wieder schwierig. Aber auch der Kontakt mit unserer näheren, vertrauten Umgebung, wofür das Zwillinge-Zeichen steht, erfährt momentan durch die verschärften Massnahmen erneut eine Beeinträchtigung. Gerade jetzt, wo es auf Weihnachten zugeht, wo viele Anlässe stattfinden, wir mit unseren Liebsten zusammenkommen und feiern möchten, droht alles wieder sehr kompliziert zu werden. Unser Bedürfnis nach Vertrautheit, nach Zuwendung und Nähe, sowie unser Wunsch nach Genuss und Annehmlichkeiten werden erneut hart auf die Probe gestellt. All diese Bedürfnisse und Wünsche stehen symbolisch mit der Venus in Verbindung, die im Neumondhoroskop eine Konjunktion mit dem Krisen- und Wandlungsplaneten Pluto eingeht. Diese Konjunktion wird uns die kommenden Monate noch stark beschäftigen. Besonders um Weihnachten herum verdichten sich dabei die Ereignisse. So ändert die Venus am 19. Dezember ihre Richtung von direkt- zu rückläufig und zwar auf dem laufenden Pluto. Wenige Stunden zuvor ereignet sich am gleichen Tag ein Vollmond auf der Zwillinge/Schütze-Achse, gefolgt von der diesjährigen Wintersonnenwende am 21. Dezember und dem letzten Saturn/Uranus-Quadrat zu Heiligabend. (Über alle diese Themen spreche ich am diesjährigen Wintersonnenwende-Anlass. Weitere Informationen und Anmeldung)
 

Sich auf das Schöne, Bereichernde und Wertvolle in unserem Leben konzentrieren

All dies deutet darauf hin, dass die Dinge nicht so ablaufen dürften, wie wir uns das gewünscht oder erhofft haben. Gelassenheit ist also angesagt, um trotz der Turbulenzen unseren inneren Frieden zu bewahren. Vor allem sollten wir darauf achten, dass unsere Beziehungen – private wie berufliche - durch die aktuelle Situation, die zu viel Frust Anlass gibt, oder durch andere Stressfaktoren, denen wir momentan ausgesetzt sind, nicht zu sehr belastet oder gar vergiftet werden. Wir gehen momentan durch eine herausfordernde Zeit, die zu innerer Anspannung, Unruhe, Hilflosigkeit und Angst führen kann. Umso wichtiger ist es daher, weise mit solchen Gefühlszuständen umzugehen. Wenn wir die Ruhe bewahren und uns auf das konzentrieren, was schön, bereichernd und wertvoll in unserem Leben ist, sind jetzt aber auch immer wieder stimulierende, lustvolle und inspirierende Momente und Begegnungen möglich. Des Weiteren besitzt dieser Neumond ein sehr hilfreiches und unterstützendes Potenzial. Damit sich dieses uns erschliessen und seine Wirkung entfalten kann, ist jedoch eine bestimmte Haltung erforderlich.
 

Wie das Leben uns rettend zur Hilfe kommen kann

Nehmen wir an, Sie stehen zurzeit vor einer wichtigen Entscheidung oder Sie befinden sich gerade in einer Umbruchsituation oder müssen ein Problem bewältigen. Dabei könnte es sich aufgrund der aktuellen Konstellationen vielleicht vor allem um Geld-, Finanz-, Beziehungs- oder Status- bzw. Positionsfragen im Beruf drehen. Nehmen wir weiter an, Sie unternehmen alles, was in Ihrer Kraft und Macht steht, um die Sache zu lösen. Sie geben Ihr Bestes unter Einsatz Ihres ganzen Willens, Ihrer Vernunft und Ihres Herzens. Wenn Sie auf diesem Weg erfolgreich sind, wunderbar. Wenn Sie aber merken, dass Sie trotz all Ihrer Anstrengungen nicht weiterkommen, sich im Kreise drehen oder stecken bleiben, dann wäre es Zeit, sich einer anderen Möglichkeit zu öffnen. Häufig müssen wir erst an einen Punkt kommen, wo wir selbst nicht mehr weiter wissen, wo wir uns unsere Hilflosigkeit eingestehen müssen, damit eine Wandlung geschehen kann. Im Unterschied zu unseren bewussten Bewältigungsmechanismen, die wir gezielt anwenden, um ein Problem in den Griff zu bekommen, entzieht sich dieses Geschehen aber unserer Kontrolle. Wir können hier nichts bewusst ausrichten, dürfen aber darauf vertrauen, dass das Leben uns rettend zur Hilfe kommt. C.G. Jung hat dies einmal vortrefflich wie folgt beschrieben:

„Man muss es sich schon zugestehen: es gibt Probleme, die man mit den eigenen Mitteln schlechthin nicht lösen kann. Ein solches Eingeständnis hat den Vorteil der Ehrlichkeit, der Wahrheit und der Wirklichkeit, und damit ist der Grund gelegt für eine kompensatorische  Reaktion …, das heisst man ist jetzt geneigt, einem hilfreichen Einfall Gehör zu schenken oder Gedanken wahrzunehmen, die man vordem nicht zu Worte kommen liess. Man wird vielleicht auf Träume achten, die sich in solchen Momenten einstellen, oder gewisse Ereignisse bedenken, die sich gerade zu dieser Zeit in uns abspielen. Hat man eine derartige Einstellung, so können hilfreiche Kräfte, die in der tieferen Natur des Menschen schlummern, erwachen und eingreifen, … .“ (Gesammelte Werke, Band 9/I)
 

Hält uns das Virus den Spiegel vor?

Durch das gegenwärtige Lilith/Neptun-Quadrat können diese hilfreichen Kräfte sich jetzt zeigen und wirksam werden. Doch dafür muss man bereit sein, die Existenz von Welten jenseits des rein Rationalen und sinnlich Erfassbaren anzuerkennen. Insofern fordert dieser Neumond auch dazu auf, den eigenen Horizont zu erweitern. Bleibt man auf der materiellen Ebene mit ihren Gesetzen stecken und versucht, alles nur über Vernunft, Massnahmen und Logik zu bewältigen, drängt man die Lilith/Neptun-Energie in den Schatten. Die Dinge entpuppen sich dann in Folge schnell einmal als chaotisch, unüberschaubar und abgründig. In dieser Hinsicht stehen wir vielleicht auch in der Bewältigung der Pandemie an einem entscheidenden Punkt. Die Bekämpfung des Virus gleicht immer mehr einer Sisyphusarbeit. Wir wälzen den Stein den Berg hinauf und müssen doch zusehen, wie er immer wieder zurück ins Tal rollt. Nun ist es natürlich wichtig, alles zu tun, was man tun kann, um die Situation in den Griff zu kriegen. Dazu braucht es Weitsicht (Schütze), Umsichtigkeit und Klugheit (Merkur/Zwillinge). Aber ebenso wichtig wäre es, anzuerkennen, dass die bisherige Vorgehensweise bislang nicht zum gewünschten Ziel geführt hat. Wenn es uns stattdessen gelänge, unsere Hilflosigkeit und unser Unvermögen in der Sache einmal ehrlich einzugestehen, würde unser Eingeständnis womöglich die Voraussetzung dafür schaffen, dass uns hilfreiche Kräfte die Hand reichen. Garantiert ist dies freilich nicht, da wir eben keinen Zugriff auf diese verborgenen Ebenen des Lebens haben, die ihre eigenen Gesetze besitzen. Aber wir würden auf diese Weise immerhin den Boden bereiten, auf dem sich Hilfreiches - eine rettende Idee, eine wegweisende Erkenntnis, ein medizinischer Durchbruch oder anderes - , das uns den Ausweg aus der Krise langfristig weisen könnte, ereignen könnte. 

Was wir bis jetzt erleben, gleicht dagegen eher einem Katz-und-Maus-Spiel. Die Frage ist stets: Sind wir oder ist das Virus schneller? Das Virus erweist sich jedenfalls als äusserst wandlungsfähig und vital. Hält es uns möglicherweise einen Spiegel vor? Es mutet schon etwas seltsam an, dass das Saturn/Uranus-Quadrat, das die gegenwärtige Zeit so stark prägt, genau das von uns fordert: Veränderungsbereitschaft. Das, was ausgedient, sich überlebt oder sich als zu starr erwiesen hat, muss hinter sich gelassen werden, damit das Neue, das in unser Leben kommen will, Fuss fassen kann. Wie ist es mit unserer Bereitschaft, uns dem Neuen gegenüber zu öffnen, bestellt? Diese Frage trägt das Leben jetzt an jeden einzelnen von uns heran. Und nur wir selbst können auf diese Frage die passende Antwort finden.
 

Gegensätze aussöhnen statt Trennendes zu kultivieren

Um den Bogen zu schliessen, zum Abschluss noch einmal zurück zu Lilith. Immer wenn Lilith stark angesprochen ist, wie es bei diesem Neumond der Fall ist, besteht die Gefahr, Dinge sehr radikal zu betrachten und anzugehen. So tun wir gut daran, uns genau davor jetzt zu hüten. Die eigentliche Botschaft von Lilith ist aber eine andere, nämlich Gegensätze auszusöhnen. Je mehr Brücken wir also jetzt bauen und je empathischer und mitmenschlicher wir uns zeigen, desto besser für uns alle. Auf jeden Fall sollten wir jede Einseitigkeit vermeiden und mit Urteilen sehr vorsichtig sein. Mit dem Finger auf andere zu zeigen, bringt uns nicht weiter, auch wenn wir felsenfest davon überzeugt sind, im Recht oder auf der Seite der Guten und Rechtschaffenen zu sein.

Dieser Neumond stellt eine grandiose Gelegenheit dar, sich klar darüber zu werden, wie es um unser Denken und unsere Urteilsfähigkeit bestellt ist. Wir alle, ob wir das wahrhaben wollen oder nicht, nehmen die Welt selektiv wahr. Das, was für uns nützlich ist und unser Weltbild untermauert, nehmen wir meist bereitwillig zur Kenntnis. Anderes lassen wir gerne getrost auch mal bei Seite. Es braucht schon viel Offenheit, um sich selbst beim Denken zuzuschauen und den Strom der Gedanken glasklar, furchtlos und ohne Scheu zu analysieren. Das ist aber die höchste Entsprechung von Lilith im Zwillinge-Zeichen. Wenn ich meine eigenen Einseitigkeiten, meine Verwicklungen und Verstrickungen durchschaue, kurz gesagt, die Auseinandersetzung mit meinem Schatten nicht scheue, hat dies einen positiven Nebeneffekt. Dies führt dazu, dass ich mit meinen Urteilen über mich selbst wie über andere wesentlich zurückhaltender und vorsichtiger werde. Denn ich erkenne, dass der oder die andere mir möglicherweise etwas spiegelt, das bei mir im Schatten liegt und ich es deshalb nicht sehe. Wenn wir dies einmal begreifen würden, würde die Welt zu einem anderen Ort werden. Die Gegensätze zu einen anstatt Trennendes zu kultivieren ist die wohl tiefste wie schönste und heilsamste Entsprechung dieses Neumondes. Nehmen wir die Herausforderung an. 
 

Ich wünsche Ihnen eine lichtvolle Adventszeit, ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten und gesunden Start ins neue Jahr. Alles Liebe und Gute für Sie. 

Ihre
Alexandra Klinghammer 



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